Piroxicam

An der Schmerzentstehung im Körper sind verschiedene Botenstoffe beteiligt. Einer dieser Botenstoffe ist das Prostaglandin, welches bei Schädigungen im Körper ausgeschüttet wird und die Schmerzrezeptoren empfindlicher macht. Dadurch reagieren diese schneller und leiten das Schmerzsignal an das Gehirn weiter, wo der eigentliche Schmerz entsteht. Piroxicam hemmt den Botenstoff Prostaglandin und damit die Schmerzweiterleitung. Piroxicam ist ein Prostaglandinsynthesehemmer und wird als schmerzstillendes und entzündungshemmendes Arzneimittel eingesetzt (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Analgetikum).

Piroxicam 0,5 % Gel (Anwendung auf der Haut)
Piroxicam 10 mg Tabletten (Zum Einnehmen)
Piroxicam 20 mg Tabletten (Zum Einnehmen)
Piroxicam 20 mg/ml Injektionslösung (Intramuskuläre Anwendung)

Inhaltsverzeichnis

Anwendung

Piroxicam wird als Mittel der zweiten Wahl zur Behandlung von Beschwerden aufgrund von Arthrose, Gicht, chronisch oder akut entzündlichen rheumatischen Erkrankungen und einer Versteifung der Wirbelsäule eingesetzt. Da die maximale Wirksamkeit erst nach etwa 5 bis 10 Tagen erreicht wird, ist Piroxicam nicht zur Behandlung akuter Schmerzsyndrome geeignet.

Pharmakologie

Piroxicam ist ein nicht-steroidales Antiphlogistikum (NSAR) aus der Gruppe der Oxicame. Piroxicam wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend, entzündungshemmend und blutverdünnend.
An der Schmerzentstehung im Körper sind verschiedene Botenstoffe beteiligt. Einer dieser Botenstoffe ist Prostaglandin, das bei Schädigungen im Körper ausgeschüttet wird und die Schmerzrezeptoren empfindlicher macht. Dadurch reagieren diese schneller und leiten das Schmerzsignal an das Gehirn weiter, wo der eigentliche Schmerz wahrgenommen wird. Piroxicam hemmt die Produktion des Botenstoffes Prostaglandin und damit die Schmerzweiterleitung. Zudem unterstützen Prostaglandine die körpereigene Immunabwehr, sodass Entzündungen schneller abheilen können.

Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Piroxicam gehören Magen-Darm-Beschwerden, Magengeschwüre und Magenschleimhautentzündungen sowie Veränderungen des Blutzuckerspiegels und des Reaktionsvermögens. Außerdem kann es zu Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Verdauungsstörungen, Gelbfärbung von Haut und Schleimhaut, Leberentzündung und Appetitlosigkeit kommen.
Piroxicam ist in Form von Zäpfchen, Tabletten, Granulat, Gel oder als Injektionslösung verfügbar. Piroxicam verursacht insbesondere bei Injektion vielfältige Wechselwirkungen und sollte daher nur von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung mit dem Wirkstoff intramuskulär verabreicht werden.

Anwendungshinweise

Nutzenbewertungen

Die Stiftung Warentest bewertet den Nutzen von Piroxicam als eher gering. Vor allem wegen der langen Wirkdauer und des damit verbundenen Risikos für unerwünschte Wirkungen sei der Wirkstoff bei Arthrose, Gelenkbeschwerden und rheumatoider Arthritis wenig geeignet.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
36322-90-4
Molare Masse:
331.35 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 40.0 H
Q0-Wert:
0.9
Kindstoff(e):
Piroxicam betadex (CAS 96684-40-1)
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10 Präparate mit Piroxicam

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