Pregabalin

Der Wirkstoff Pregabalin entfaltet eine ganze Reihe von Effekten im Zentralnervensystem. Er wirkt je nach Dosierung antiepileptisch, schmerzlindernd, angstlösend und/oder beruhigend. Zugelassen sind Medikamente mit Pregabalin für die Therapie von Epilepsie (mit und ohne sekundäre Generalisierung), gegen neuropathische Schmerzen und gegen generalisierte Angststörungen.

Pregabalin 20 mg/ml Lösung zum Einnehmen (Zum Einnehmen)
Pregabalin 25 mg Gelatinekapseln (Zum Einnehmen)
Pregabalin 50 mg Gelatinekapseln (Zum Einnehmen)
Pregabalin 75 mg Gelatinekapseln (Zum Einnehmen)
Pregabalin 100 mg Gelatinekapseln (Zum Einnehmen)
Pregabalin 150 mg Gelatinekapseln (Zum Einnehmen)
Pregabalin 200 mg Gelatinekapseln (Zum Einnehmen)
Pregabalin 225 mg Gelatinekapseln (Zum Einnehmen)
Pregabalin 300 mg Gelatinekapseln (Zum Einnehmen)

Anwendung

Der Wirkstoff Pregabalin entfaltet eine ganze Reihe von Effekten im Zentralnervensystem. Er wirkt je nach Dosierung antiepileptisch, schmerzlindernd, angstlösend und/oder beruhigend. Zugelassen sind Medikamente mit Pregabalin für die Therapie von Epilepsie (mit und ohne sekundäre Generalisierung), gegen neuropathische Schmerzen und gegen generalisierte Angststörungen.

Wirkung

Pregabalin ist ein Analogon des natürlichen Neurotransmitters Gammaaminobuttersäure (GABA). GABA spielt eine wesentliche Rolle bei der Erregbarkeit des Zentralnervensystems. Anders als natürliche GABA senkt Pregabalin die neuronale Erregbarkeit aber nicht durch Bindung an GABA-Rezeptoren. Vielmehr drosselt der Wirkstoff im Kleinhirn das Einströmen von Calcium in Nervenendigungen. In Folge wird die gesteigerte Freisetzung der erregenden Neurotransmitter Glutaminsäure und Noradrenalin sowie der schmerzvermittelnden Substanz P gedrosselt. So stoppt der Wirkstoff epileptische Anfälle, lindert Schmerzen und löst Ängste.

Seit Dezember 2014 ist Pregabalin nach Auslaufen des Patentschutzes als Generikum erhältlich.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Pregabalin gehen auf die zentral dämpfenden Eigenschaften des Wirkstoffes zurück. Die unerwünschten Wirkungen betreffen sowohl die kognitiven Fähigkeiten (Müdigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Konzentrations- und Sprechstörungen), die emotionale Verfassung (unvorhersehbare Stimmungsveränderungen, Wahnvorstellungen und Ähnliches) sowie die Motorik (Gangunsicherheiten, Zittern etc.).

Nutzenbewertung von Pregabalin

Das Arznei-Telegramm beschreibt einen Nutzen von Pregabalin unter anderem für neuropathische Schmerzen und Epilepsie. Demnach lindern 600 mg Pregabalin bei jedem sechsten Patienten Schmerzen um mindestens die Hälfte. In der mittleren Dosis von 300 mg senke Pregabalin bei 25 Prozent der Betroffenen die Rate refraktärer fokaler Anfälle.

Die Stiftung Warentest bewertet Pregabalin als geeignete Alternative für Amitriptylin und Carbamazepin in der Therapie von neuropathischen Schmerzen sowie als geeignete Zusatzbehandlung gegen fokale epileptische Anfälle.

Verwandte Wirkstoffe

Pregabalin (ATC-Klasse N03AX16) gehört zu der Gruppe der Antiepileptika.

Andere Vertreter dieser Klasse sind:

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
148553-50-8
Molare Masse:
159.23 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 6.3 H
Q0-Wert:
0.01
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