Pridinol

Der Wirkstoff Pridinol wird angewendet, um erhöhte periphere und zentrale Muskelspannungen herabzusetzen.

Anwendung

Typische Anwendungsgebiete sind Lumbalgie, Torticollis, Verspannungen (auch bei rheumatischen Erkrankungen) und Muskelkrämpfe wie nächtliche Wadenkrämpfe. Pridinol wird dabei sowohl in der Akutbehandlung als auch vorbeugend angewendet.

Pharmakologie

Pridinol gehört zur Wirkstoffgruppe der zentral wirksamen Muskelrelaxanzien. Es entfaltet seine krampflösenden und tonusherabsetzenden Eigenschaften als Acetylcholinrezeptoren-Blocker. Der Wirkstoff bindet im Gehirn und im Rückenmark die Rezeptoren für den Botenstoff Acetylcholin. Durch diese Blockade unterbleiben die durch Acetylcholin vermittelten erregenden Impulse auf die glatte als auch quer gestreifte Muskulatur. So lassen sich Krämpfe zuverlässig beenden bzw. vermeiden.

Nebenwirkungen

Trotz der zentralen Wirkungsweise gilt Pridinol als gut verträglich. Seltene Nebenwirkungen von Pridinol sind Sehstörungen und Glaukom-Anfälle bei Patienten mit Engwinkelglaukom. Hautrötungen, Wärmestau und Mundtrockenheit sind weitere unerwünschte Effekte, ebenso wie allgemeine Unruhe, Schwindel, Tachykardie (Herzrasen), Hypotonie, Asthenie und Beschwerden beim Wasserlassen.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
511-45-5
Molare Masse:
295.41 g·mol-1
Kindstoff(e):
Pridinol-HCl (CAS 968-58-1), Pridinol mesilat (CAS 6856-31-1)

Autor: Charly Kahle

Stand: 22.09.2017

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3 Präparate mit Pridinol
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