Sulfasalazin

Sulfasalazin ist ein entzündungshemmender Wirkstoff (Antiphlogistikum) aus der Gruppe der Aminosalicylate. Hauptanwendungsgebiete sind die Dauertherapie sowie die Vorbeugung von akuten Schüben chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.

Sulfasalazin 500 mg Magensaftresistente Tabletten (Zum Einnehmen)
Sulfasalazin 500 mg Tabletten (Zum Einnehmen)

Anwendung von Sulfasalazin

Sulfasalazin (Salazosulfapyridin) ist ein entzündungshemmender Wirkstoff (Antiphlogistikum) aus der Gruppe der Aminosalicylate. Hauptanwendungsgebiete sind die Dauertherapie sowie die Vorbeugung von akuten Schüben chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Außerdem wird Sulfasalazin in der Behandlung von rheumatoider Arthritis eingesetzt, um entzündungsbedingte Gelenkschmerzen zu lindern und die Funktionsfähigkeit von Gelenken zu verbessern.

Wirkung von Sulfasalazin

Sulfasalazin ist ein Prodrug, das im Darm in seine wirksamen Bestandteile 5-Aminosalicylsäure (5-ASA bzw. Mesalazin) und Sulfapyridin gespalten beziehungsweise umgebaut wird. Beide Substanzen haben entzündungshemmende Eigenschaften.
Leukotrienen und Prostaglandine sind entzündungsvermittelnde Botenstoffe. Die 5-Aminosalicylsäure Sulfasalazin unterbricht den Aufbau von Leukotrienen, indem sie das Enzym Lipoxygenase blockiert. Die Wirkung von Sulfasalazin auf Prostaglandine ist noch nicht bis in alle Einzelheiten untersucht. Es scheint so zu sein, als vermindere Sulfasalazin die Produktion und beschleunige zudem deren Abbau.
Ebenfalls nicht genauer untersucht sind die Wirkungen von Sulfasalazin auf das Immunsystem. Auch hier gelten suppressive und damit entzündungshemmende Prozesse als wahrscheinliche Ursache für die Wirkung von Sulfasalazin.
Sulfapyridin wirkt auch entzündungshemmend, ist zudem aber auch für einen Großteil der Nebenwirkungen von Sulfasalazin verantwortlich..

Nebenwirkungen von Sulfasalazin

Sulfasalazin gilt als gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen von Sulfasalazin sind allergieähnliche Hautreaktionen mit Rötungen oder Juckreiz, Blutbildveränderungen mit Anämie, Magen-Darm-Beschwerden sowie Kopfschmerzen, Fieber und Müdigkeit.

Nutzen von Sulfasalazin – Bewertungen

Sulfasalazin ist laut Bewertung der Stiftung Warentest für die Behandlung von rheumatoider Arthritis geeignet. Sulfasalazin sei eine Alternative für Methotrexat und könne auch in Kombination mit Methotrexat eingesetzt werden.
Das Arznei-Telegramm bewertet Sulfasalazin und Hydroxy-Chloroquin als Basis-Antirheumatika in der Behandlung von leichteren Formen der rheumatoiden Arthritis, bei schwerer Arthritis sei Methotrexat zu bevorzugen.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
599-79-1
Molare Masse:
398.39 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 5.7 H
Q0-Wert:
0.9
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