Terbinafin

Terbinafin ist ein Breitspektrum-Antimykotikum aus der Wirkstoffgruppe der Allylaminderivate.

Anwendung

Der Wirkstoff Terbinafin wird topisch und systemisch gegen Pilzinfektionen eingesetzt. Topische Anwendungsgebiete sind Fußpilz, Nagelpilz oder Soor. Bei Onychomykosen und Dermatomykosen gilt systemisches angewendetes Terbinafin als Standardtherapeutikum.

Pharmakologie

Wie alle Wirkstoffe dieser Gruppe entfaltet Terbinafin seine fungiziden Eigenschaften als Hemmstoff der Squalenepoxidase in der Zellmembran der Pilze. Infolge entsteht ein Ergosterolmangel in der Zellwand und im Zellinneren reichert sich immer mehr giftiges Squalen an. Ohne Ergosterol können Pilze keine funktionstüchtige Zellwand bilden und sterben ab..
Terbinafin wirkt bereits in geringen Dosierungen auf eine breite Palette von Pilzen fungizid. Lediglich bei einigen Hefen ist die Wirksamkeit (topisch) nur fungistatisch. Systemisch ist Terbinafin gegen Hefen gänzlich ohne Effekt.

Nebenwirkungen

Bei der bestimmungsgemäßen topischen Anwendung sind Nebenwirkungen von Terbinafin auf seltene allergische Reaktionen wie Juckreiz oder Rötungen beschränkt.
Die systemische Anwendung bringt sehr häufig Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Bauschmerzen, Durchfall, Übelkeit oder Verdauungsstörungen mit sich. Auch allergische Hautreaktionen mit Ausschlag, Juckreiz und Nesselsucht sowie Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen von Terbinafin.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
91161-71-6
Molare Masse:
291.44 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 26.0 H
Q0-Wert:
0.0
Kindstoff(e):
Terbinafin hydrochlorid (CAS 78628-80-5)

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 18.05.2016

  • Auf Whatsapp teilenTeilen
  • Auf Facebook teilen Teilen
  • Auf Twitter teilenTeilen
  • DruckenDrucken
  • SendenSenden
39 Präparate mit Terbinafin
Orphan Disease Finder
Orphan Disease Finder

Hier können Sie seltene Erkrankungen nach Symptomen suchen: