Tetryzolin

Tetryzolin gehört zur Gruppe der Alpha-Sympathomimetika und ist ein Imidazolderivat.

Anwendung

Tetryzolin wird in der Behandlung von Schnupfen und Heuschnupfen, Nasopharyngitis (Nasenrachenentzündung), Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) und Konjunktivitis (Bindehautentzündung) eingesetzt. Zudem kommt der Wirkstoff bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zur Schleimhautabschwellung zur Anwendung. Tetryzolin kann in Form von Nasenspray oder Augentropfen verabreicht werden.

Pharmakologie

Der Wirkstoff entfaltet lokal seine schleimhautabschwellenden und gefäßverengenden Effekte durch Bindung an α-Adrenozeptoren des sympathischen Nervensystems. Das lindert Beschwerden wie verstopfte oder laufende Nasen und tränende, gereizte Augen.

Die Wirkung von Tetryzolin setzt schnell innerhalb von 5 bis 10 Minuten ein und hält bis zu 8 Stunden an. Der Wirkstoff sollte aber nicht länger als 5 Tage lang angewendet werden, da mit zunehmender Dauer das Risiko für eine Zerstörung des Nasenschleimhautgewebes wächst.

Ähnliche Wirkstoffe wie Tetryzolin sind Naphazolin, Oxymetazolin, Phenylephrin, Tramazolin und Xylometazolin.

Nebenwirkungen

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung bleiben die Nebenwirkungen von Tetryzolin in der Regel auf lokale Reaktionen wie juckende Nasenschleimhaut oder Bindehautreizungen am Auge beschränkt.

Bei langfristigem Gebrauch kommt es neben dem bereits beschriebenen Nekroserisiko auch zu systemischen Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, die sich in Form von Bluthochdruck, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schwäche und vermehrtem Schwitzen äußern.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
84-22-0
Molare Masse:
200.28 g·mol-1
Kindstoff(e):
Tetryzolin hydrochlorid (CAS 522-48-5)

Autor: Charly Kahle

Stand: 06.07.2016

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