Theophyllin

Von Struktur und Wirkung her kann Theophyllin den Wirkstoffgruppen der Antiasthmatika und der Xanthinderivate zugeordnet werden.

Theophyllin: Übersicht

Anwendung

Der Wirkstoff Theophyllin wird gegen chronisches Asthma und chronische obstruktive Lugenerkrankungen, COPD, eingesetzt. Anwendungsgebiete sind akute Anfälle von Atemnot und die Vorbeugung von Asthmaanfällen.

Pharmakologie

Theophyllin erweitert die Bronchien, indem es die glatte Muskulatur der Atemwege erschlaffen lässt. Diesen Effekt erzielt der Wirkstoff über mehrere Mechanismen. Zum einen bindet Theophyllin an Adenosinrezeptoren. Das bremst die Kontraktion der Bronchialmuskulatur und verringert die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen. Mit cAMP vermindert der Wirkstoff gleichzeitig den Abbau eines weiteren Botenstoffes, was eine weitere Erschlaffung der Muskulatur zur Folge hat. Darüber hinaus wird die Aktivität der Flimmerhärchen gesteigert, was den Abtransport von Bronchialschleim, und damit auch die Atmung, erleichtert. Letztlich hat Theophyllin auch anti-histaminische Wirkung und lindert somit die entzündlichen Prozesse, die mit Asthma einhergehen.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
58-55-9
Molare Masse:
180.17 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 8.0 H
Q0-Wert:
0.85
Kindstoff(e):
Theophyllin monohydrat (CAS 5967-84-0), Theophyllin-Natriumglycinat (CAS 8000-10-0), Cholin theophyllinat (CAS 4499-40-5)

Autor: Charly Kahle

Stand: 08.06.2016

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