Tryptophan

Tryptophan wird bei Schlafstörungen eingesetzt.

Anwendung

Tryptophan ist in Deutschland zur Behandlung von Schlafstörungen zugelassen. Es dient vor allem dazu, das Einschlafen zu erleichtern.

Pharmakologie

Schlaf hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zwei dieser Faktoren sind die Neurotransmitter Serotonin und Melatonin, die an der Schlaf-Wach-Steuerung beteiligt ist. Tryptophan ist eine Vorstufe von Serotonin und Melatonin, die in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Im Gehirn wird Tryptophan zu Serotonin und Melatonin metabolisiert und kann dort beruhigende Effekte und eine schlafanstoßende Wirkung entfalten.

Nebenwirkungen

Aufgrund der zentral dämpfenden Wirkung gehören Schwindel, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und niedriger Blutdruck zu den charakteristischen Nebenwirkungen von Tryptophan.

Hinweise

Nutzenbewertungen

Nach Angaben der Pharmazeutischen Zeitung ist die schlaffördernde Wirkung von Tryptophan nicht übermäßig gut belegt. Es gebe zwei ältere Metaanalysen mit kleiner Patientenzahl, die einen Nutzen von Tryptophan bei leichten Schlafstörungen belegen.

Von der medikamentösen Selbstbehandlung von Schlafstörungen ist grundsätzlich abzuraten. Alle Schlafmittel verändern die Schlafarchitektur. Zudem führen sie schon nach kurzer Zeit zu einer körperlichen oder seelischen Abhängigkeit. Das verschlimmert Schlafstörungen, anstatt sie zu beenden.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
73-22-3
Molare Masse:
204.22 g·mol-1
Kindstoff(e):
Oxitriptan (CAS 4350-09-8)

Autor: Charly Kahle

Stand: 06.07.2016

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