Urapidil

Urapidil gehört zur Wirkstoffgruppe der Alpha-1-Adrenorezeptorenblocker.

Anwendung

Der Wirkstoff Urapidil wird in Tablettenform zur Therapie von arterieller Hypertonie angewendet, um erhöhten Blutdruck zu senken. Ein weiteres Anwendungsgebiet findet sich in der Notfallmedizin. Hier dienen Injektionen von Urapidil dazu, bei hypertensiven Krisen den übermäßig starken Blutdruckanstieg zu beherrschen.

Pharmakologie

Urapidil hat zentrale und periphere Angriffspunkte. Peripher blockiert Urapidil vorwiegend postsynaptische Alpha-1-Rezeptoren und hemmt so vor allem die vasokonstriktorische Wirkung der Katecholamine. Zentral beeinflusst Urapidil die Aktivität der Kreislaufregulationszentren so, dass eine reflektorische Zunahme des Sympathikotonus verhindert und/oder der Sympathikotonus gesenkt wird. Infolge vermindert sich der periphere Gefäßwiderstand. Es kommt zur Erweiterung von Blutgefäßen, wodurch der systolische und diastolische Blutdruck gesenkt und das Herz entlastet wird. Die Herzfrequenz bleibt weitgehend konstant. Das Herzzeitvolumen wird durch Urapidil normalerweise nicht verändert. Jedoch kann ein vermindertes Herzzeitvolumen infolge erhöhter Nachlast ansteigen.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Urapidil sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sowie Herz-Kreislauf-Reaktionen in Form von Bradykardie, Tachykardie und Palpitationen.

Wirkstoff-Informationen

CAS-Nummer:
34661-75-1
Molare Masse:
387.48 g·mol-1
Mittlere Halbwertszeit:
ca. 3.0 H
Q0-Wert:
0.7
Kindstoff(e):
Urapidil hydrochlorid (CAS 64887-14-5)

Autor: Charly Kahle

Stand: 15.06.2016

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44 Präparate mit Urapidil
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