Antidiabetika

Antidiabetika sind Arzneimittel, die zur Behandlung von Diabetes mellitus eingesetzt werden. Sie können nach unterschiedlichen Kriterien eingeteilt werden.

Antidiabetika: Übersicht

Anwendung

Diabetes - Zucker

Fasst man die Gruppe der Antidiabetika sehr weit, so zählen dazu die oralen Antidiabetika und die parenteral verabreichten Antidiabetika.

Einteilung nach dem Applikationsweg

Orale Antidiabetika

Orale Antidiabetika werden zur Therapie eines nicht-insulinpflichtigen Diabetes Typ 2 eingesetzt. Zu ihnen zählen die folgenden Wirkstoffgruppen:

Orale Antidiabetika sind in Deutschland nicht für den Einsatz bei Schwangerschaftsdiabetes zugelassen. In diesem Fall dürfen, wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen den Blutglukosewert nicht ausreichend normalisieren, nur Insuline eingesetzt werden.

Nicht orale Antidiabetika

Neben den oralen Antidiabetika gibt es noch die nicht-oralen Antidiabetika, die zur Therapie des Typ-1- Diabetes und des insulinpflichtigen Typ-2-Diabetes eingesetzt werden. Zu Ihnen gehören

  • Insuline, die sich wiederum in zwei Gruppen  unterteilen lassen:
    Humaninsuline und Insulin-Analoga
  • GLP-1-Rezeptor-Agonisten (Inkretinmimetika)

Wirkung

Eine andere Einteilung der Antidiabetika kann über den Wirkmechanismus erfolgen:

Erhöhung der Insulinsensitivität

  • Glitazone (Insulin-Sensitizer)

Erhöhung der Insulinsekretion

  • Sulfonylharnstoffe
  • Glinide
  • GLP-1-Rezeptor-Agonisten
  • DPP-4-Inhibitoren

Hemmung der Kohlenhydratresorption

  • α-Glucosidasehemmer

Hemmung der renalen Glukose-Reabsorption

  • SGLT-2 Inhibitoren

Ungeklärter Wirkmechanismus

  • Biguanide

Autor: Ellen Reifferscheid (Apothekerin)

Stand: 31.07.2019

Quelle:
  1. Mutschler, Geisslinger, Kroemer, Menzel, Ruth "Mutschler Arzneimittelwirkungen", 10 Auflage 2013
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